Selbstbewußtsein und Sucht

Wie heißt es so schön: „Taten sagen mehr als Worte“. Vielen Menschen ist dies bewußt oder zumindest haben sie bereits einmal Erfahrungen gemacht die Ihnen vermittelt haben wie gut man sich fühlt, wenn man Verantwortung für sein eigenes Leben übernimmt. Und, obwohl dies so ist suchen wir doch immer wieder nach Gründen die Verantwortung abzugeben. Sei es im Job, der Beziehung oder der eigenen Gesundheit. Wann hast Du das letzte Mal gedacht:

  • Ich kann heute nicht zum Sport gehen, weil mein Sportpartner keine Zeit hat
  • Ich kann das nicht ohne meinen Chef entscheiden
  • Da sind mir leider die Hände gebunden, das ist ein Befehl von ganz oben
  • Ich würde ja so gerne dieses oder jenes machen aber mein(e) Freund(in) lässt mich nicht

In seiner krassesten Form kennt man dieses Abgeben der eigenen Verantwortung bei Drogenkranken. Wie Benjamin von Stuckrad-Barre in seinem Buch  schreibt fing er an Drogen zu nehmen um sich freier zu fühlen, nur um dann in der schlimmsten Form der Spießigkeit anzukommen: Der Unterordnung unter die Droge und die totale Ausrichtung des Alltags nach dieser. Was aber treibt uns Menschen dazu immer wieder die Verantwortung auf die ein oder andere Weise abzugeben, obwohl wir uns doch eigentlich immer dann am besten Fühlen, wenn wir die Kontrolle über unser Leben und die Lebenssituation haben?

Um ganz ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht! Ich vermute es ist ein Stück weit Bequemlichkeit und der Wunsch nach Unstetigkeit. Dazu komm sicher noch die Angst vorm versagen oder einen anderen Menschen zu enttäuschen, aber es geht hier um das eigene Leben und das sollte man so gut gestalten wie man nur kann!

Viel wichtiger finde ich daher die Frage: Wie kann man sich dazu motivieren die Kontrolle zurück zu erlangen und sich immer wieder neu dazu zu motivieren auf Kurs zu bleiben. Zunächst muss man den Kurs kennen.

Ziele setzen

Wenn ich nicht weiß wo ich hin will, kann ich da auch nie ankommen oder hast Du schon mal bei Google Maps eingegeben: Bring mich irgendwo hin? Schön finde ich in diesem Zusammenhang auch das folgende Zitat aus : „Was würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?‘ ‚Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest‘, sagte die Grinsekatze. ‚Ach wohin ist mir eigentlich gleich…‘, sagte Alice. ‚Dann ist es auch egal, wie du weitergehst‘, erwiderte die Katze.“

Wenn ich nicht weiß was ich will kann ich mein Ziel auch nicht erreichen. Viele Menschen wissen sehr gut was sie nicht wollen, aber nicht was sie wollen, doch wollen wir wirklich ein Leben lang vor etwas wegrennen? Noch dazu wo unser Unterbewusstsein sich doch angeblich so schwer tut mit einer Verneinung und wir dadurch beinahe automatisch noch mehr von dem in unser Leben holen was wir eigentlich doch vermeiden wollten: Denkt doch jetzt mal bitte nicht an einen buntkarierten Elefanten!

Visualisieren

Damit bin ich auch gleich schon beim nächsten wichtigen Punkt: Der Visualisierung. Hiermit meine ich nicht die esoterische Ausrichtung nach dem Motto von  wobei auch dieses Buch einige durchaus interessanten Ansätze hatte, aber es ist doch so: Je mehr ich meinen Fokus auf etwas bestimmtes lenke, desto stärker wird meine Aufmerksamkeit geschärft. Tony Robbins sagt man muss seinen Fokus trainieren, ähnlich wie einen Muskel. Je bildlicher Du Dir also vorstellen kannst wie Dein Leben wäre, wenn Dein Ziel erreicht ist, desto leichter wird es Dir fallen Dinge und Menschen in Dein Leben zu holen die Dich bei Deinem Weg unterstützen indem Du Deinen Blick dafür schärfst: Stell es Dir vor wie beim Autokauf: Wenn Du Dich mit der Idee beschäftigst ein bestimmtes Auto zu kaufen, so wird Dein Blick dafür geschärft und Du wirst es plötzlich überall entdecken.

Unterstützer finden

Andere Menschen haben einen unglaublichen Einfluss darauf wie wir uns entwickeln. Versuche so viele Menschen wie möglich in Dein Leben zu holen die Dich bei Deinem Ziel unterstützen können. Idealerweise sollte dieses Umfeld nicht nur aus Menschen bestehen die auf einem ähnlichen Weg sind wie Du, sondern Menschen die bereits Meister in ihrem Fach sind. Einen guten Mentor zu haben kann mehr motivieren als alle anderen hier genannten Punkte. Such Dir einen Mentor, der Dir bei deinen Zielen helfen kann!

Kämpfen

Ich würde gerne sagen, das es einfach ist seine Ziele zu erreichen, das ist es nicht! Deswegen ist es auch so wichtig ein Ziel vor Augen zu haben das einen unglaublich motiviert. Nur so wirst Du in der Lage sein zu kämpfen. Sicher wirst Du auch mal einen Kampf verlieren, aber wenn das Ziel Dich stark genug motiviert, dann wirst Du wieder aufstehen und es weiter probieren. Ähnlich einem kleinen Kind, dass das Laufen lernt.

Ich habe mal gelesen das ca. 80% der Startups kurz vor dem Durchbruch aufgeben (leider fällt mir die Quelle nicht mehr ein), aber egal welche Biografie ich bisher gelesen habe immer stand am Anfang eine Vision und ein harter Kampf mit vielen Rückschlägen und nur wer bis zum Ende durchhält wird seine Ziele erreichen.

Stop

Einen wichtigen Punkt habe ich oben vergessen: Man sollte aufhören damit das zu tun was einen nicht erfüllt. Ein sehr motivierendes Video hiezu von Brendon Burchard.

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